Nachweisliche Ressourceneffizienz


Was fordern EU und Bundesregierung vom Bauwesen?

Bernhard Bauske vom WWF Deutschland stellt klar: „Es ist absolut notwendig, die begrenzten Ressourcen zu schonen.“ Denn die Zahlen sind deutlich: Etwa 76,5 % der mineralischen Abfallmengen stammen aus dem Bauwesen, insgesamt können rund 52 % des gesamten Abfallaufkommens der Bauwirtschaft zugerechnet werden. Die Bundesregierung fordert deshalb in ihrem „Leitfaden Nachhaltiges Bauen“ dazu auf, in der Planung und Ausschreibung eine vorbildliche Entsorgung der Bauabfälle einzubeziehen und im Sinne eines zukunftsorientierten Handelns die Eignungsprüfung eines Gebäudes hinsichtlich Rückbau, Trennung und Verwertung (BNB 4.1.4) bereits in der Planung zu berücksichtigen.

 

Ebenso nachdrücklich unterstreicht die EU-Bauproduktenverordnung. Diese besagt, ein Bauwerk muss derart entworfen, errichtet und abgerissen werden, dass die natürlichen Ressourcen nachhaltig genutzt werden und insbesondere Folgendes gewährleistet ist:

 

- Das Bauwerk, seine Baustoffe und Teile müssen nach dem Abriss wiederverwendet

oder recycelt werden können.

- Das Bauwerk muss dauerhaft sein.

- Für das Bauwerk müssen umweltverträgliche Rohstoffe und Sekundärbaustoffe

verwendet werden.

 

A|U|F-Mitglieder sind klar im Vorteil

Immer öfter werden verbindliche Anfragen bei den Unternehmen über deren Entsorgungswege gestellt werden. A|U|F-Mitglieder erhalten ein jährlich erneuertes Zertifikat. Dieses bestätigt, dass sich das jeweilige Unternehmen an einem Closed Loop beteiligt. Und es weist nach, dass das Mitglied die Anforderungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes und des Ressourceneffzienzprogrammes (ProgRess) der Bundesregierung erfüllt.