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Aluminium: ein wertvoller Kreislauf-Werkstoff.

Es sind zwei Gründe, die Aluminium zu einem wertvollen Kreislaufwerkstoff machen: Zum einen der geringe Energieaufwand für das Recycling, zum anderen die metallurgischen Eigenschaften, die erlauben, die eingeschmolzenen Schrotte ohne Qualitätsverlust für gleiche Produktanwendungen wiederzuverwerten. Da Primär- und Sekundäraluminium die gleichen technischen Eigenschaften haben, können Pressbolzen, Walzbarren und Masseln sowohl aus Primär- als auch aus Sekundäraluminium hergestellt werden. Unterschiedliche Legierungen werden für die jeweilige Anwendung maßgeschneidert. Und selbst analytisch ist nicht nachzuweisen, ob ein Aluminiumbolzen aus Primär- oder Sekundärmaterial gefertigt wurde.

Ein weiterer wichtiger Aspekt: Einmal investierte Energie bleibt über alle Be- und Verarbeitungsstufen im Metall erhalten und wird im Falle der stofflichen Wiederverwertung an die nächste Produktgeneration weitergereicht. Bei der Erstellung von Energiebilanzen, die bei einer umfassenden Betrachtung alle Produktions- und Nutzungsphasen einschließlich Wiederverwertung bzw. Entsorgung umfassen müssen, ist daher auch die Energieeinsparung durch Recycling zu berücksichtigen. Gerade für Bauprodukte aus Aluminium wird die Bilanz besonders positiv, da nicht nur die Produktionsschrotte, sondern auch die gebrauchten Endprodukte nahezu vollständig im Materialkreislauf verbleiben.

Weitere Argumente: Aluminiumrecycling reduziert generell den Bedarf an Primärrohstoffen. Da die Erzeugung von Primär- und Sekundäraluminium in einem Verhältnis gegenseitiger Abhängigkeit steht, kann die heutige Nachfrage nach Aluminium aufgrund des gestiegenen Aluminiumverbrauches in den letzten Jahrzehnten und der hohen Lebensdauer der meisten aluminiumhaltigen Produkte ökonomisch und ökologisch sinnvoll nur gemeinsam aus beiden Rohstoffquellen gedeckt werden.

Ausgediente Aluminiumprodukte sind ein wichtiger Rohstoff. Doch nicht nur ökologische Gründe sprechen für die Wiederverwertung, auch wirtschaftliche Aspekte. So werden zur Erzeugung von Sekundäraluminium aus recyceltem Material nur ca. 5% der für die Primärproduktion aufgewendeten Energie benötigt. Im Baubereich haben die hohen Energie- und Rohstoffeinsparungen dazu geführt, dass bereits 85% des eingesetzten Aluminiums wiederverwertet wird. Und dabei handelt es sich um Durchschnittswerte. Bestimmte Produkte werden nahezu zu 100% dem Materialkreislauf wieder zugeführt.

Ein abschließendes Plädoyer für Aluminium.
Die stoffliche Wiederverwertung nach der Nutzung bestimmt heute weitgehend die gesellschaftspolitische Akzeptanz eines Werkstoffes. Aluminiumrecycling ist technisch ausgereift, wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll. Und nicht zuletzt ist Aluminium für den einmaligen Gebrauch zu wertvoll. Aluminiumschrotte werden am Markt zu hohen Preisen gehandelt und stellen ein nicht unerhebliches Kapital dar. Der hohe Wert von Aluminiumschrotten ist seit jeher Anreiz, sie wieder der Produktion zuzuführen. Für viele Anwendungen bestehen geschlossene Produktionskreisläufe: Die sogenannten Neuschrotte, die in den Hersteller- und Verarbeiterbetrieben anfallen, werden zu 100% erfasst und in modernen Recyclinganlagen wieder der Produktion zugeführt

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