Fallstudien

Aluminium-Fenster im Wertstoffkreislauf - Fensterwechsel bei der Firma Busch-Jaeger Elektro in Lüdenscheid

Rund 210 ausgediente Aluminium-Fenster aus dem Verwaltungsgebäude der Firma Busch-Jaeger Elektro GmbH in Lüdenscheid bildeten unter der Schirmherrschaft der Herstellerinitiative "Aluminium und Umwelt im Fenster- und Fassadenbau (A/U/F)" die Basis einer spektakulären Recycling-Aktion von Altaluminium. Stück für Stück wurden bei dem Lüdenscheider Unternehmen, das hochwertige Produkte der Elektroindustrie herstellt, die alten Fenster ausgebaut und gegen neue ausgetauscht. Der Leichtmetallschrott wurde in großen Containern gesammelt. Der Austausch "Alt gegen Neu" verlief nach einem genau ausgearbeiteten Plan, um den laufenden Bürobetrieb so wenig wie möglich zu stören.

A/U/F-Mitglieder haben bereits über 1.100 Metallbaubetriebe zum aktiven Mitmachen verpflichtet

Die Initiative A/U/F besteht bereits seit 1994 und hat sich die wirtschaftliche Aufbereitung von Aluminium aus dem Fenster- und Fassadenbau zum Ziel gesetzt. Der Organisation gehören derzeit 19 Mitglieder, darunter die führenden Systemanbieter von Aluminiumprofilen und Strangpresswerke, an. Über entsprechende Öko-Vereinbarungen haben die Hersteller bisher über 1.100 Metallbaubetriebe in Deutschland gewonnen, die das Recycling von Aluminium aus alten Bauprofilen für Fenster und Fassaden aktiv unterstützen. Aluminium gehört zu den Werkstoffen, die sich zu 100 Prozent ohne Wertverlust wieder aufbereiten lassen. Beim Austausch der alten Fenster gegen neue, die nunmehr den strengen Anforderungen der Rahmenmaterialgruppe 1 nach DIN 4108 entsprechen und somit einen erheblich höheren Wärmeschutz gewährleisten, sammelte die für den Einbau der neuen Fensterprofile verantwortliche Firma Mai Metallbau GmbH aus Wilnsdorf den rund 20 Tonnen schweren Aluminiumschrott und leitete diesen an den A/U/F-Vertragspartner Metallkontor Kurth in Dormagen weiter. Die Firma Kurth wiederum trennte mit modernsten technologischen Methoden den Schrott von Anhaftungen wie etwa Lacken oder Kunststoffen und bereitete das Leichtmetall für den anschließenden Umschmelzungsprozess vor. Bei der Firma Alumax Recycling B. V. im niederländischen Kerkrade wurde der von Reststoffen befreite Schrott umweltschonend und energiesparend eingeschmolzen und danach zu neuen Pressbolzen gegossen, die den A/U/F-Mitgliedern angeboten werden. Diese pressen aus den Sekundär-Aluminium-Bolzen wieder neue Aluminiumprofile. Somit ist mit dem Recyclingprozess ein kompletter Wert- und Werkstoffkreislauf geschlossen, bei dem aus alten Fenstern neue Profile für Fenster und Fassaden werden.